Sommermärchen in Kalkar – Starke Aufholjagd am Niederrhein: MACH3 Köln I stürmt auf Platz zwei

Beim 8. Herbrand Niederrhein Triathlon N3T ging es für die Männer von MACH3 Köln I in der 2. Regionalliga über ein ungewöhnliches, aber anspruchsvolles Format: 1.500 Meter Schwimmen, 76 Kilometer Radfahren und knapp 10 Kilometer Laufen. Also keine klassische Mitteldistanz, aber lang genug, um jede Schwäche gnadenlos sichtbar zu machen. Am Ende stand ein starkes Mannschaftsergebnis: Platz zwei in der Tageswertung und damit der Sprung aufs Podium.

Angeführt wurde das Team von Kapitän Alexander Bökemeier, der mit Platz zwölf in der Einzelwertung die beste MACH3 Leistung des Tages zeigte. Gemeinsam mit Michael Weiß auf Platz 23, Mike Mannz auf Platz 29 und Patrick Welnhofer auf Platz 36 sammelte MACH3 Köln I eine Platzziffer von 100. Nur TriStar Oelde II war mit 74 Punkten stärker. Hinter MACH3 folgten TVE Netphen II mit 113 Punkten, Urlaubsguru Tri Team TVG Kaiserau I mit 122 Punkten und Tri Sport Team TV Verl I mit 130 Punkten.

Der Weg zu diesem zweiten Platz war allerdings alles andere als selbstverständlich. Denn nach dem Schwimmen sah es für MACH3 zunächst nicht nach Podium aus. Während andere Teams schon mit mehreren Athleten weit vorne aus dem Wasser kamen, musste MACH3 den weiteren Rennverlauf von hinten aufrollen. In der rekonstruierten Zwischenwertung nach dem Schwimmen lag das Team vermutlich nur auf Rang 16 von 18 Mannschaften. Alex kam als stärkster MACH3 Schwimmer nach 25:11 Minuten aus dem Wasser, dahinter folgten Mike in 30:08 Minuten, Michael in 31:15 Minuten und Patrick in 32:07 Minuten.

Was dann folgte, war die entscheidende Phase des Rennens. Auf dem Rad zeigte MACH3 die vielleicht wichtigste Teamleistung des Tages. Über 76 Kilometer arbeitete sich das Quartett geschlossen nach vorne und verwandelte den Rückstand aus dem Wasser in eine echte Ausgangsposition für das Podium. In der reinen Radwertung war MACH3 sogar das zweitbeste Team des gesamten Feldes. Besonders stark war Michael Weiß, der mit 1:53:29 Stunden die fünftbeste Radzeit aller Athleten fuhr und sich damit vom 61. Platz nach dem Schwimmen bis auf Rang 25 nach dem Radfahren nach vorne arbeitete. Auch Patrick Welnhofer setzte mit 1:58:23 Stunden ein starkes Zeichen und machte bis zum Ende insgesamt 26 Plätze gegenüber seiner Schwimmposition gut.

Nach dem Radfahren lag MACH3 in der rekonstruierten Mannschaftswertung bereits auf Rang fünf. Aus einem Rennen, das nach dem Schwimmen noch nach Schadensbegrenzung aussah, war plötzlich ein Kampf um die vorderen Plätze geworden. Und auch die Wechsel passten: Michael gelang mit 44 Sekunden sogar der schnellste zweite Wechsel des gesamten Feldes, Mike war mit 48 Sekunden ebenfalls ganz vorne dabei. Diese kleinen Zeitgewinne wirkten in der Mannschaftswertung wie zusätzliche Punkte auf der Habenseite.

Auf der Laufstrecke musste MACH3 den starken Auftritt nicht nur verwalten. Das Team bestätigte die Aufholjagd auch zu Fuß. In der reinen Laufwertung war MACH3 erneut eines der besten Teams des Tages und belegte nach den rekonstruierten Splitplatzierungen Rang zwei. Mike Mannz lieferte hier den größten Ausrufezeichen Moment: 36:25 Minuten bedeuteten die fünftbeste Laufzeit des gesamten Feldes. Damit lief er nicht nur weit nach vorne, sondern stabilisierte auch die Teamwertung entscheidend. Alex Bökemeier brachte mit 37:35 Minuten ebenfalls einen sehr starken Lauf ins Ziel und unterstrich seine Rolle als Kapitän und Leistungsträger. Patrick Welnhofer lief mit 38:54 Minuten solide und kontrolliert, Michael Weiß komplettierte das starke Teamergebnis mit 40:36 Minuten.

So wurde aus einem schwierigen Start nach dem Schwimmen eine beeindruckende Aufholjagd. MACH3 Köln I kämpfte sich auf dem Rad zurück ins Rennen, blieb beim Laufen geschlossen stark und brachte Rang zwei sicher ins Ziel. Ein Podium, das nicht durch einen einzelnen Ausreißer entstand, sondern durch vier Athleten, die ihre Stärken genau dort ausspielten, wo das Team sie gebraucht hat.

Weiter geht es für MACH3 Köln I am 2. August in Kamen. Dann steht wieder eine Sprintdistanz auf dem Programm und die Karten werden neu gemischt. Nach dem starken Auftritt am Niederrhein ist das Team aber guter Dinge, auch dort wieder eine starke Mannschaft an die Startlinie bringen zu können.

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