
Am 30. August ging es für MACH3 Köln I beim Riesenbecker POLYVLIES-Triathlon erneut um wichtige Punkte in der 2. Regionalliga. In Riesenbeck würden die Karten wieder neu gemischt: andere Strecke, andere Bedingungen, anderes Rennformat und ein Tag, an dem schon vor dem Start nicht alles so lief, wie man es aus einem normalen Liga-Wettkampf kennt.
Der Morgen begann kühl und etwas ungemütlich. Rund 18 Grad, immer wieder leichter Nieselregen, nasse Wege und eine insgesamt herbstlich wirkende Atmosphäre sorgten dafür, dass man sich vor dem Start gut überlegen musste, wie viel Risiko später auf dem Rad sinnvoll sein würde. Der See selbst präsentierte sich dagegen fast ideal: Mit rund 20 Grad war das Wasser angenehm kühl, dazu gab es eine Neoprenfreigabe, was vielen Athleten entgegenkam.
Für zusätzliche Aufregung sorgte vor dem Rennen eine Regel, die offenbar erst am Renntag bei allen richtig ankam: Auf der Radstrecke galt ein Scheibenradverbot. Einige Athleten anderer Teams hatten kein Ersatzlaufrad dabei und durften das Rennen deshalb nicht vollständig bestreiten. Bei MACH3 gab es dieses Problem zum Glück nicht. Oder, wie man es mit einem Augenzwinkern zusammenfassen könnte: Gut, dass wir bei MACH3 so arm sind, dass wir uns ein Scheibenrad gar nicht leisten können. So konnten Alexander Bökemeier, Chris Breitbarth, Janis Müller und Michael Weiß ohne Materialdrama an den Start gehen.
Sportlich begann das Rennen für MACH3 solide, aber nicht überragend. Nach dem Schwimmen lag das Team in der rekonstruierten Mannschaftswertung der Athleten mit vollständigen Splitzeiten etwa auf Rang zehn. Alexander Bökemeier kam als schnellster MACH3 Athlet nach 21:31 Minuten aus dem Wasser und setzte sich damit früh in eine gute Ausgangsposition. Chris Breitbarth folgte nach 22:20 Minuten ebenfalls gut im Rennen. Janis Müller benötigte 25:37 Minuten, Michael Weiß 29:32 Minuten. Damit war klar: Wenn es in Richtung vordere Teamplatzierungen gehen sollte, musste auf dem Rad und beim Laufen noch einiges passieren.
Und genau dort begann die Aufholjagd. Die Radstrecke in Riesenbeck war schnell, aber an diesem Tag nicht einfach. Auf der sechsmal zu fahrenden Runde war es stellenweise sehr windig. Zusammen mit nasser Umgebung und hoher Geschwindigkeit verlangte das den Athleten einiges ab. Wer hier schnell fahren wollte, musste sein Rad sicher im Griff haben und gleichzeitig die Beine für den abschließenden Lauf im Blick behalten.
MACH3 machte auf dem Rad Boden gut. Alexander Bökemeier fuhr 1:03:02 Stunden und blieb damit in der Spitzengruppe des Rennens. Chris Breitbarth bestätigte seinen starken Tag mit 1:03:19 Stunden und hielt sich ebenfalls weit vorne. Michael Weiß zeigte nach dem schwierigen Schwimmen eine gute Reaktion und fuhr mit 1:05:01 Stunden die drittschnellste MACH3 Radzeit des Tages. Damit arbeitete er sich nach vorne und machte im Vergleich zur Schwimmposition wichtige Plätze gut. Janis Müller blieb mit 1:06:06 Stunden ebenfalls stabil und legte die Grundlage dafür, dass MACH3 als Team im Rennverlauf weiter nach vorne rücken konnte.
Nach dem Radfahren hatte sich die Ausgangslage deutlich verbessert. Aus Rang zehn nach dem Schwimmen wurde in der rekonstruierten Zwischenwertung etwa Rang sieben nach dem Radfahren. Das Team war also wieder mitten im Rennen um eine starke Tagesplatzierung. Besonders wichtig war dabei, dass keiner aus dem Quartett einbrach. Die Mannschaft blieb geschlossen genug, um auch in der Platzzifferwertung Druck auf die Teams vor ihr auszuüben.
Der abschließende Lauf führte über eine flache 2,5 Kilometer Runde am See. Der Untergrund war überwiegend Schotter, aber gut laufbar. Gleichzeitig war die Strecke sehr gut einsehbar. Man sah die Konkurrenz immer wieder, konnte Abstände einschätzen und wusste ziemlich genau, wen man noch holen konnte oder gegen wen man den Vorsprung verteidigen musste. Gerade in der Liga kann das mental ein großer Vorteil sein, weil jeder Platz zählt.
Alexander Bökemeier machte vorne ein starkes Rennen zu Ende. Mit 36:35 Minuten lief er die fünftbeste Laufzeit des gesamten Feldes und kam als Achter der Gesamtwertung ins Ziel. Damit war er erneut der stärkste MACH3 Athlet und führte das Team mit einer sehr kompletten Leistung durch den Wettkampf. Chris Breitbarth bestätigte seinen starken Auftritt ebenfalls eindrucksvoll. Nach 39:39 Minuten auf der Laufstrecke erreichte er Platz 17 und war damit der zweite MACH3 Athlet in den Top 20.
Auch dahinter wurde weiter gekämpft. Janis Müller lief 42:08 Minuten und sicherte mit Platz 43 wichtige Punkte für die Mannschaftswertung. Vom Schwimmen bis ins Ziel machte er insgesamt neun Plätze gut und zeigte damit genau die Art von Rennen, die in der Liga zählt: dranbleiben, nicht nachlassen und am Ende die Platzziffer retten. Michael Weiß komplettierte das Team mit Platz 50. Nach dem Schwimmen noch auf Rang 58, arbeitete er sich auf dem Rad und im weiteren Rennverlauf bis auf Platz 50 nach vorne. Gerade diese Aufholarbeit war wichtig, weil in der Teamwertung am Ende jeder einzelne Platz zählt.
In der offiziellen Tageswertung bedeutete das für MACH3 Köln I eine Platzziffer von 118 und damit Rang sechs. Vorne setzte sich der Marathon-Club Menden I mit einer sehr starken geschlossenen Mannschaftsleistung durch. Dahinter folgten Brander SV Tri Team I, der Duisburger Schwimmverein 98 I, Tri Club Wuppertal I und TriStar Oelde II.
Riesenbeck war damit ein solider und hart erkämpfter Ligastart unter besonderen Bedingungen. Es war kein einfacher Wettkampf, weder von den äußeren Umständen noch vom Rennverlauf. Aber MACH3 blieb ruhig, kam ohne Materialdrama durch den Morgen, arbeitete sich nach dem Schwimmen auf dem Rad nach vorne und brachte beim Laufen eine geschlossene Teamleistung ins Ziel. Am Ende stand ein sechster Platz, der sportlich wertvoll war und zeigt: Auch wenn die Karten jedes Mal neu gemischt werden, kann MACH3 in dieser Liga weiter vorne mitmischen.

