Von der ersten Bahn bis zum Zielbogen: Das MACH3 Köln Triathlon-Feriencamp 2026

Ein großer Zielbogen, begeisterter Jubel von Familie und Freunden und strahlende Gesichter, denen man die Anstrengung, aber vor allem den puren Stolz ansieht. Als über 30 Kinder am Freitagnachmittag mit einer Hawaii-Kette um den Hals und ihrer eigenen Urkunde in der Hand im Zielbereich standen, war klar, dass diese erste Sommerferienwoche ein voller Erfolg war.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr haben wir das MACH3 Köln Triathlon Feriencamp in diesem Jahr komplett eigenständig auf die Beine gestellt. Unser Trainerteam rund um Lillo, Hannes und Heiko sowie weitere helfende Hände aus dem Verein hatten sich ein klares Ziel gesetzt. Wir wollten den 7- bis 14-jährigen Kindern nicht nur den Triathlonsport näherbringen, sondern sie dabei unterstützen, über sich hinauszuwachsen.

Über 30 Triathlon Kinder Köln stehen stolz mit Urkunden und Hawaii-Ketten unter dem großen Zielbogen des NRWTV.
Altersgerechtes Training und ganz viel Teamgeist

Das Teilnehmerfeld war wunderbar gemischt. Erfahrene Triathlon Kinder trafen auf absolute Neulinge, die den Sport zum ersten Mal für sich entdecken wollten. Ein gut durchdachter Tagesablauf sorgte dafür, dass alle voll auf ihre Kosten kamen. Der Tag startete stets mit einem gemeinsamen Warm-up und Spielen zur Stärkung des Teamgeists. Anschließend hatten wir für den restlichen Vormittag zwei Bahnen im Kölner Stadionbad angemietet. Um ein alters- und leistungsgerechtes Training zu ermöglichen, wurde die gesamte Gruppe aufgeteilt. Während die eine Hälfte im Wasser ihre Bahnen zog, widmete sich die andere Gruppe dem Rad- oder Lauftraining. Nach einer Stunde wurde getauscht, sodass am Mittag alle sowohl im Wasser als auch an Land gewesen waren.

Im Mittelpunkt stand dabei von Tag eins an die Gemeinschaft. Ein besonders schönes Bild bot sich uns jeden Tag zur Mittagspause. Während eine Gruppe Mädels entspannt am Tisch ihr mitgebrachtes Essen genoss und mit den Trainern quatschte, schnappten sich ein paar Jungs direkt den nächsten Fußball. Andere wiederum suchten sich ein ruhiges Plätzchen im Schatten der Bäume, um sich für die nächste Einheit auszuruhen. Wer zwischendurch Energie brauchte, konnte jederzeit an der Verpflegungsstation zugreifen, an der den ganzen Tag über frisches Obst, Gemüse und Getränke bereitstanden.

Eine Gruppe von Kindern geht beim MACH3 Feriencamp gemeinsam in das Kölner Stadionbad.
Ein Trainer erklärt einer Gruppe junger Radfahrer die nächste Übung beim MACH3 Feriencamp.
Der Feinschliff und Besuch von der „Sendung mit der Maus“

Beim Schwimmtraining im Stadionbad stand nicht nur das reine Bahnenschwimmen auf dem Programm. Das Üben von Rollwenden, eine lustige T-Shirt-Staffel und weitere Übungen in Spielform sorgten für jede Menge Spaß und ganz nebenbei für eine tolle Weiterentwicklung der schwimmerischen Fähigkeiten.

An Land ging es Tag für Tag mit einem eigenen Schwerpunkt weiter. Den Anfang machte das Rad. Nach einem gründlichen Sicherheits-Check der eigenen Bikes ging es an fünf Stationen durch enge Kurven und Slalom-Parcours. Übungen, die vor allem eines schulen sollten: das sichere Gefühl für das eigene Rad. Am zweiten Tag stand zusätzlich das Laufen im Fokus. Lauf-ABC und alters- sowie leistungsangepasste Intervalle bildeten den Vormittag, bevor es nachmittags um Sicherheit im Straßenverkehr und die richtigen Handzeichen beim Fahren in der Gruppe ging. Danach durften die Kinder zum ersten Mal richtig Gas geben und auf ausgedehnten Runden an den Stadionvorwiesen kräftig in die Pedale treten.

Der dritte Tag gehörte dem Tempo. Sprint-Staffeln auf dem Rad und erste Übungen zum schnellen Auf- und Absteigen brachten Bewegung in die Gruppe, ergänzt durch Lauf-ABC und weitere Staffel-Sprints am Nachmittag. Zum Ausklang stand ein gemeinsames Dehnen auf dem Programm.

Am Donnerstag drehte sich dann alles um die Feinheiten des Sports. Ein besonderer Fokus lag auf dem intensiven Üben der berühmten vierten Disziplin, dem schnellen Wechsel vom Rad in die Laufschuhe. Erst der Helm ab, dann die Startnummer richtig drehen. Diese kleinen Handgriffe entscheiden im Wettkampf über wertvolle Sekunden und wurden deshalb immer wieder geübt, begleitet von viel Feedback der Trainer. Auch das Thema „Gesunde Ernährung“ fand an diesem Tag seinen Platz und wurde durch ein eigens für das Camp entwickeltes Lauf-Memory spielerisch aufgegriffen.

Für eine ganz besondere Aufregung sorgte am Donnerstag zudem der Besuch des WDR. Ein Journalist begleitete das Camp den gesamten Tag über für eine Audioreportage der „Sendung mit der Maus“. Das Großartige daran war, dass er ausschließlich die Kinder interviewte. Ganz selbstverständlich erklärten unsere Kids von morgens bis nachmittags ins Mikrofon, was einen Triathlon eigentlich ausmacht und warum sie diesen Sport so lieben. Die fertige MausLive-Folge wird am 12. August um 19:00 Uhr auf WDR 5 ausgestrahlt. Im Nachgang kann die gesamte Reportage jederzeit hier online nachgehört werden.

Ein WDR-Journalist interviewt mit einem Mikrofon aufmerksame Kinder am Holztisch während des MACH3 Feriencamps.

Das große Finale: Der Abschluss-Triathlon

Spätestens ab Donnerstagnachmittag war die Vorfreude im Camp kaum noch zu übersehen. Für einen Großteil der Kinder stand am nächsten Tag der allererste eigene Triathlon an. Am Vormittag schwammen die Kinder zunächst ihre Distanzen auf Zeit, je nach Altersklasse 100, 200 oder 400 Meter. Diese Zeiten und die zeitlichen Abstände innerhalb der Altersklassen bildeten die Grundlage für den Start am Nachmittag. Durch diesen sogenannten Jagdstart gingen die Kinder nacheinander auf die weitere Strecke, beginnend mit dem ersten Wechsel aufs Rad. Das hatte den großen Vorteil, dass nicht alle Kinder gleichzeitig starteten und in diesem ohnehin schon aufregenden Moment weniger Chaos entstand. An den Stadionvorwiesen wurden auf dem Rad je nach Altersklasse 2.000, 3.500 oder 7.000 Meter absolviert. Direkt im Anschluss ging es auf die Ostkampfbahn für den abschließenden Lauf über eine, zwei oder fünf Runden (400, 800 oder 2.000 Meter). 

Bewusst wurde ab dem Radfahren keine Zeit mehr gestoppt. Es ging nicht darum, wer als Erstes ankommt, sondern darum, den eigenen Triathlon zu finishen. Ein Ziel, das für viele der Kinder zu Wochenbeginn noch weit entfernt schien.

Als die ersten Kinder schließlich durch den Zielbogen liefen, wartete dort bereits der Applaus von Eltern, Geschwistern und Freunden. Jedes Kind bekam eine Hawaii-Kette umgehängt und später gemeinsam die eigene Urkunde überreicht. Ein Nachmittag voller strahlender Gesichter und dem einen oder anderen Kind, das sich selbst kaum zugetraut hätte, was es gerade geschafft hatte. „Ich bin stolz, dass ich den gesamten Triathlon geschafft habe“, brachte es ein Kind anschließend treffend auf den Punkt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Jedes Kind war an diesem Tag ein Gewinner.

Danke für eine besondere Woche

Was am Montag mit Vorsicht und Neugier begann, endete am Freitag mit Stolz auf beiden Seiten, bei den Kindern genauso wie bei uns. Danke an alle Kinder, Eltern und Helfer:innen, die diese Woche zu dem gemacht haben, was sie war. Wir freuen uns schon auf das nächste Camp.

Lust bekommen, selbst mitzumachen? Du hast das Feriencamp verpasst, hast aber trotzdem Lust auf Schwimmen, Radfahren, Laufen und eine richtig coole Gemeinschaft? Dann komm uns im regulären Training besuchen! Wir freuen uns immer über neue Gesichter. Alle Infos zu unserem Trainingsangebot für Kinder und Jugendliche sowie zur Anmeldung für ein kostenloses Probetraining findest du auf unserer Jugend-Seite.

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